1900 – 1999

1999

Szenische Aufführungen von Millöckers Operette „Der Bettelstudent“ im Baden-Badener Festspielhaus.

Szenische Aufführungen von Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“ und Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ im Theater.

Szenische Aufführungen von Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ gemeinsam mit der Opernschule der Musikhochschule Mannheim im Theater.

1998

CD-Produktion des Kinderstückes „The Snowman“ von Howard Blake. Mit Dorothea Heinz als Erzählerin, Julius Oppermann, Gesang und unserem Kapellmeister Karl Albert Geyer.

"The Snowman" live in Baden-Baden. Am Dirigentenpult Karl Albert Geyer und Selina Ferrara singt "Walking in the air"

1998

Der erste Musikvortrag im neugebauten Festspielhaus? Das war Norbert Trabold – unser Soloposaunist – der bei einer Neubaubesichtung zwischen Baulärm und Schweißqualm unter dem Protest der Handwerker das Badener Lied mit seiner Posaune zelebrierte. Das erste Konzert im Haus – noch vor der offiziellen Eröffnung – spielte dann die Philharmonie Baden-Baden.

1998

Umbenennung des Sommerfestivals in „Philharmonischer Sommer“.

Szenische Aufführungen von Mozarts Oper „Cosi fan tutte“ in Kooperation mit der Musikhochschule Karlsruhe im Theater Baden-Baden.

Szenische Aufführungen von Benjamin Brittens „Albert Herring“ im Theater Baden-Baden, gemeinsam mit der Opernschule der Musikhochschule Mannheim.

Impression aus der Inszenierung von Brittens "Albert Herring" mit der Mannheimer Musikhochschule

1997

Szenische Aufführungen von Donizettis Oper „Viva La Mamma!“ oder „Sitten und Unsitten des Theaters“ gemeinsam mit der Opernschule der Musikhochschule Mannheim.

Impression aus "Viva la Mama" mit der Philharmonie und der Musikhochschule Mannheim am Theater Baden-Baden.

1997

Open-Air-Konzert mit dem Tenor Andrea Bocelli auf der Lichtentaler Klosterwiese. Trotz Regen kommen 6.000 Zuschauer.

Vier szenische Aufführungen von Donizettis Oper „Don Pasquale“ im Baden-Badener Theater.

Andrea Bocelli und die Philharmonie Baden-Baden live auf der Open-Air-Bühne in Baden-Baden Lichtental.

1997

Erstes Gummibärchenkonzert für kleine Konzertbesucher.

Hochspannung bei den ersten Gummibärchenkonzerten

1996

Gemeinsames Konzert der Philharmonie mit dem Sinfonieorchester der Krimphilharmonie Jalta in Baden-Baden.

Szenische Aufführungen von Verdis Oper „Rigoletto“ im Theater Baden-Baden.
Operngala u.a. mit dem Bassisten Simon Estes.

Konzertante Aufführung der Oper „Carmen“ von Georges Bizet mit Nadja Michael als Carmen und Zoran Todorovich als Don José.

1995

Johann Strauß’ „Fledermaus“, gemeinsam mit der Opernschule der Musikhochschule Karlsruhe im Baden-Badener Theater.

Eindrucksvolles Schlussbild unserer "Fledermaus-Inszenierung" mit der Musikhochschule Mannheim im Baden-Badener Theater und in Karlsruhe.

1995

Konzert und CD-Produktion von Beethovens 9. Sinfonie mit dem „Chor der 9. Sinfonie“ aus Toride, Japan, Tomoko Nakamura, Sopran, Nadja Michael, Alt, Wolfgang Millgramm, Tenor, Michael Volle, Bass, GMD Werner Stiefel, Dirigent.

Die Neunte mir dem DAIKU Konzertchor aus Toride/Japan auf der Bühne des Benazétsaals. Leitung: Werner Stiefel

1995

Das Orchester erhält den Namen „Philharmonie Baden-Baden„.

CD-Produktion „Der Fremersberg“ mit Werken von Kreutzer, Brahms, Arban, Koennemann. Matthias Höfs, Trompete, GMD Werner Stiefel, Dirigent.

Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“ szenisch im Theater Baden-Baden.

1995

Gastspiel in Jalta

Nach einem Gastspiel in Jalta auf der Halbinsel Krim am Schwarzen Meer und einem gemeinsamen Konzert mit dem dort ansässigen Sinfonieorchester, der Krimphilharmonie, übernimmt das Orchester eine Patenschaft für den ukrainischen Klangkörper. Über einige Jahre unterstützen Baden-Badener Musiker ihre ukrainischen Kollegen mit Geld und Materiallieferungen.

Brot und Salz als Willkommensgruß in Jalta für Generalmusikdirektor Werner Stiefel

1994

140-jähriges Bestehen des Orchesters, erstmals bezogen auf das Gründungsjahr 1854.
Galakonzerte mit Nicolai Gedda, Simon Estes und Igor Oistrach.

CD-Produktion „140 Jahre Baden-Badener Orchester“ mit Werken von Weber, Berlioz, Offenbach, Gounod, Brahms, Sarasate, Strauß. Solisten sind Anne Sophie Schmidt (Sopran) Hélène Jossoud (Mezzo) und Rainer Kussmaul (Violine). GMD Werner Stiefel leitet die Produktion.

Szenische Aufführung von Friedrich Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ gemeinsam mit der Opernschule der Musikhochschule Karlsruhe.

GMD Werner Stiefel und Rafael Christ vor dem Konzert im Rahmen der Carl Flesch Akademie.

1994

Der Orchesterträger – die Bäder und Kurverwaltung – wird umstrukturiert und trennt sich von den meisten seiner Verpflichtungen. Nach langer Unterbrechung ist das Orchester nach dieser Reform wieder in der Trägerschaft der Stadt Baden-Baden. Das wird gefeiert – u.a. mit dem bisher und wahrscheinlich auch zukünftig einzigen Konzert auf dem Leopoldplatz. Damals war es übrigens unmöglich, die Busse während der einstündigen Veranstaltung umzuleiten. Glücklicherweise passierte nichts. Die Philharmonie war endlich wieder „Mitten in Baden-Baden“.
Die Idee und organisatorische und ideelle Unterstützung kam übrigens von „Marshall & Stephan“, von Marc Marshall und einigen ebenso engagierten wie versierten Freunden. Diese Organisation sollte ab diesem Jahr die Organisation des „Musikalischen Sommers“ der Philharmonie übernehmen.

1993

Vierte Gala d’Europe mit Cheryl Studer und Salvatore Fisichiella.

Svjatoslav Richter gastiert bei unserem Festival „Musikalischer Sommer“.

Die erste CD-Produktion der Philharmonie mit der Sinfonie Nr. 3 von Henryk Mykolay Gorecki, Teresa Erbe, Sopran, GMD Werner Stiefel, Dirigent geht über die Bühne des Weinbrennersaals.

Im Theater gibt es szenische Aufführungen von Mozarts „Zauberflöte“, diesmal gemeinsam mit der Opernschule der Musikhochschule Karlsruhe.

Von links: Salvatore Fisichella, Cheryl Studer, die Cellistin Wendy Warner, Ermano Sens Großholz, die Moderatorin Ruth Köppler und GMD Werner Stiefel.

1992

Die dritte Gala d’Europe im Benazetsaal des Kurhauses findet statt.

Von links: Peter Dvorsky, Maria Gavrilova, die Moderatorin Siggi Harreis, Jewgenij Nesterenko, Pavel Chernykh, GMD Stiefel und (endlich auch mal auf der Bühne) Mäzen und Festspielhauspionier Ermanno Sens Großholz.

1992

Zweites Galakonzert mit Grace Bumbry.

Wiedereröffnung des renovierten Baden-Badener Theaters mit der Oper „Béatrice et Benédict“ von Hector Berlioz.

GMD Werner Stiefel mit Stargast Grace Bumbry bei Proben im Benazétsaal.

1991

Hermann Prey ist Gastsolist der Philharmoniker im Benazetsaal und stellt junge Opernsänger vor. Werner Stiefel dirigiert. Das Konzert wurde ermöglicht durch die finanzielle und organisatorische Unterstützung der rührigen „Opernakademie“ in Baden-Baden.

Werner Stiefel, Hermann Prey und eine Solistin der Opernakademie bei Proben im Benazétsaal.

1991

Gemeinsames Konzert der Philharmonie mit José Carreras und Agnes Baltsa im Benazetsaal. Die 2. Gala d’Europe“.

Die zweite Gala d'Europe mit José Carreras und Agnes Baltsa

1991

Gemeinsames Konzert der Baden-Badener Philharmonie mit dem Sinfonieorchester Wolgograd (ehemals Stalingrad), auf dem Programm stehen die 7. Sinfonie (Leningrader Sinfonie) von Dimitri Schostakowitsch und „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss. Dirigenten sind GMD Stiefel und sein russischer Kollege Edward Serow. Für die mehr als 100 beteiligten Musiker und die Zuschauer im voll besetzten Benazetsaal wurde die Aufführung ein unvergessliches Erlebnis.

Philharmonie Baden-Baden und Philharmonie Wolgograd auf der Bühne des Benazétsaals.

1990

Das erste Konzert der Philharmonie mit Placido Domingo im Benazetsaal des Kurhauses. Ein weiterer Gaststar ist die amerikanische Sopranistin Julia Migenes. Die Tickets des Galaabends kosten bis zu 1.000 DM und die Veranstaltung ist der erste öffentliche Paukenschlag des neugegründeten „Comité zur kulturellen Förderung Baden-Badens“ des Baden-Badener Kulturmäzens Ermanno Sens-Grosholz. Die Veranstaltung wird überwiegend privat finanziert und wurde im Rückblick Initialzündung der erfolgreichen Bemühungen um den Bau eines Festspielhauses in Baden-Baden.

Die erste Gala d'Europe mit Julia Migenes und Placido Domingo. Am Dirigentenpult: Eugene Kohn.

1989

Mozarts Oper „Don Giovanni“ szenisch im Theater Baden-Baden.

1988

Mozarts Oper „Figaros Hochzeit“ wiederum im Theater Baden-Baden.

38. Deutsches Mozartfest in Baden-Baden.

1987

Karl Bernhard Sebon war am Anfang seiner Karriere unser Soloflötist der Philharmonie Baden-Baden. Dann wechselte er in die gleiche Position im Radiosinfonieorchester Berlin. 1987 gastiert er mal wieder „zu Hause“ im Weinbrennersaal bei seinem ersten Orchester. Mitgebracht hatte er wie üblich ein richtig modernes Solokonzert, eine ganze Menge Flöten und einige neuartige Spieltechniken.

Karl bernhard Sebon - Soloflötist des Radiosinfonieorchesters Berlin und ehemaliges Orchestermitglied - bei Proben im Weinbrennersaal.

1987

Mozarts Oper „Figaros Hochzeit“ szenisch im Theater Baden-Baden.

1987

Galakonzert mit René Kollo.

Proben mit Werner Stiefel und Rene Kollo.

1985/86

Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ szenisch im Theater Baden-Baden.
"Die Entführung aus dem Serail", Eigeninszenierung der Philharmonie im Theater Baden-Baden.

1985

Erstmals werden im Rahmen der Carl Flesch-Akademie alle vier Streichinstrumente unterrichtet.

Kontrabassunterricht mit Gary Karr im Dachgarten des Kurhauses. Carl Flesch Akademie live.

1984

Der „Musikalische Sommer“, das internationale Musikfestival der Philharmonie, entwickelt sich zu einer besonderen Note des musikalischen Angebots der Stadt. Die Plätze der Stadt öffnen sich für Open-Air-Konzerte des Orchesters.

Orchesterausflug nach Heidelberg 1984.

1983

Das „Deutsche Mozartfest“ wird zum Auftakt sommerlicher Musikfestivals in Baden-Baden.

1982

Carl Flesch Akademie

Das erste Jahr der Internationalen Meisterkurse der „Carl Flesch-Akademie“ für außergewöhnlich begabten internationalen Streichernachwuchs mit dem Geigenvirtuosen Ruggiero Ricci.

Im Winter 1982/83 beginnt die gemeinsame Sinfoniekonzert-Abonnementreihe mit dem SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden.

Ruggiero Ricci

1981

Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ im Theater Baden-Baden anlässlich der Landesgartenschau.

Proms in Baden-Baden um 1980.

März 1981

Werner Stiefel wird neuer Generalmusikdirektor.

Werner Stiefel bei Proben im Weinbrennersaal.

1976

Stephan Askenase wird 80. „Natürlich“ bei einem Konzert der Philharmonie.

Stephan Askenase beim seinem 80-jährigen Geburtstag in Baden-Baden.

Oktober 1971

Hans-Joachim Wunderlich übernimmt die Orchesterleitung.

Musikdirektor Hans Joachim Wunderlich und Franz Grothe 1972 bei Proben im Weinbrennersaal.

1971

Umbenennung in „Baden-Badener Orchester“.

Robert Stolz dirigiert das Orchester anlässlich seines neunzigsten (!) Geburtstages 1971.

1970

Ab 1970 gibt es einen ständigen Konzertzyklus in Gaggenau.

1968

Ab 1968 werden alle zwei Jahre die Brahmstage durchgeführt. Gastspiele führen das Orchester nach längerer Unterbrechung wieder in die Region.

Proben im Weinbrennersaal mit Generalmusikdirektor Karl August Vogt.

1965

Erstes Galakonzert mit Grace Bumbry.

Grace Bumbry - damals die "schwarze Venus von Bayreuth" auf der Bühne des Benazétsaales.

1950er und 1960er Jahre

Zyklus- und Kammerkonzerte im Abonnement werden eingeführt, Jahreskonzerte der Gesellschaft der Musikfreunde kommen hinzu, jährlich findet ein Konzert mit der Frankfurter Robert Schumann-Gesellschaft statt, Wilhelm Furtwängler-Gedächtniskonzerte und Konzerte junger Künstler stehen auf dem Programm.

Renata Tebaldi - eine der berühmtesten Operndiven ihrer Zeit - trägt sich in das Gästebuch des Orchesters ein.

März 1955

Der Schah von Persien und Soraya sind Ehrengäste eines Galakonzertes.

Niemand darf in Anwesenheit des Schahs sitzen. Nur der damalige Oberbürgermeister Schlapper, seine Frau und die Musiker...

30. November 1954

Wilhelm Furtwängler stirbt in Baden-Baden.

Kapellmeister Ratzel aus Karlsruhe leitet ein Prom in den 50er Jahren.

23. September 1953

Gastspiel des Tenors Benjamino Gigli im Kurhaus.

Benjamino Gigli schreibt sich in das Gästebuch des Orchesters ein. Mit dabei: GMD Karl August Vogt und Orchestervorstand Werner Albaum.

1953

9. Beethoven mit Carl August Vogt.

Beethovens Neunte im Weinbrennersaal unter Leitung von Carl August Vogt

April 1953

Carl August Vogt wird neuer Generalmusikdirektor.
Carl August Vogt in seinem Büro

1952

Wiederbelebung der Konzerte mit namhaften Solisten.

Die sechsjährige Pianistin Gitti Pirner - später Professorin an der Münchner Musikhochschule - 1951 vor dem gut gefüllten Weinbrennersaal

1948

Nach dem Ausscheiden von GMD Lessing beim SWF beginnen Initiativen, aus den in den Wartestand versetzten Resten des Orchesters einen neuen Klangkörper für den Standort Kurhaus zu formieren. Der vieljährige Konzert- und Kapellmeister Karl Aßmus erreicht schließlich mit Unterstützung von Stadt Baden-Baden und der Bäder- und Kurverwaltung die Wiederaufnahme des Konzertbetriebs zum Frühjahr 1950. Wegen des bei der Stadt besseren Verdienstes und der zweifelhaften Perspektive des jungen französischen Senders wechseln bis auf 3 Musiker alle SWF Musiker in das nun wieder konzertierende städtische Orchester.

Das Orchester in der Periode als Sinfonieorchester des SWF.

1946

Endlich beginnen wieder Konzerte des Orchesters in der vom Krieg mitgenommen Stadt Baden-Baden. Kapellmeister Carl Assmuss leitet viele Aufführungen im Weinbrennersaal.

Otto Klemperer dirigiert das Orchester am 1.7.1946 und schreibt in das Gästebuch: Ich bin nach Baden-Baden gekommen, um zu versuchen die Wunden zu heilen, die diese schreckliche Zeit geschlagen hat. Ich glaube, dass die Musik eine der Mächte ist, die diese Wunden heilen kann.

Eines der ersten Konzerte nach dem Krieg 1946. Carl Assmus leitet das Orchester.

1. Januar 1946

Die beamteten Mitglieder des ehemaligen Baden-Badener Sinfonie- und Kurorchesters werden zum Dienst beim Südwestfunk beurlaubt und bilden den Grundstock des SWF-Sinfonieorchesters unter Leitung des Baden-Badener Generalmusikdirektors Gotthold Ephraim Lessing.

Das junge SWF Orchester - damals Philharmonie Baden-Baden genannt - bei einer Aufführung mit Gotthold Ephraim Lessing im Benazésaal des Kurhauses.

1944

Das Ensemble der Kölner Oper ist Gast in Baden-Baden. Musiker des ausgebombten Opernhauses ergänzen das durch die Einberufungen ausgedünnte Orchester. Die Opern „Figaros Hochzeit“ (Mozart), „Fra Diavolo“ (Auber), „Madame Butterfly“ (Puccini), „Banadietrich“(Siegfried Wagner) werden aufgeführt.

Bis Ende August 1944 konzertiert der Klangkörper.

1939

4. Internationales Zeitgenössisches Musikfest. Die „Gesellschaft der Musikfreunde“ erteilt einige Kompositionsaufträge für Musikwerke des Festivals.

Claudio Arrau spielt Rachmaninows 3. Klavierkonzert.

1938

3. Internationales Zeitgenössisches Musikfest u.a. mit Igor Strawinskys Melodram „Persephone“. In deutscher Erstaufführung wird Béla Bartóks Komposition „5 Ungarische Volkslieder“ auf die Bühne gebracht.

Claudio Arrau spielt das G-Dur Klavierkonzert von Beethoven.

Claudio Arrau

1937

Die „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“ von Béla Bartók erlebt ihre deutsche Erstaufführung in Baden-Baden.
Béla Bartók

1937

Puccinis „La Bohème“ und Wagners „Tristan“ erklingen im Bühnensaal.
Ein Frühkonzert in den 30er Jahren auf der Promenade mit GMD Lessing.

1937

2. Internationales Zeitgenössisches Musikfest.

Herbert Albert verlässt Baden-Baden. Er wird von 1946 – 1948 Gewandhauskapellmeister in Leipzig sein.

Gotthold Ephraim Lessing wird Leiter des Orchesters.

Gotthold Ephraim Lessing

1936

1. Internationales Zeitgenössisches Musikfest in Baden-Baden. Werner Egk dirigiert. Jean Françaix ist Solist in seinem „Concertino für Orchester“. Igor Strawinsky und sein Sohn spielen das „Konzert für 2 Klaviere“.

Orchesterausflug in den Goldenen Zwanzigern.

26. Oktober 1936

Einige Orchestermusiker spielen als Ensemble „Lo Templer“ auch in den Orchesterferien.

Ensemble Lo Templer im Weinbrennersaal des Kurhauses.

1934

Der berühmte Cellist Gaspar Cassado gastiert mit Dvoraks Cellokonzert.

Wilhelm Kempff spielt das 2. Klavierkonzert von Brahms.

Orchesterausflug

1934

Nach Wiedereröffnung der Spielbank Übernahme des Orchesters unter dem Namen „Sinfonie- und Kurorchester“ durch die Bäder- und Kurverwaltung.

Formeller Dienstantritt des neuen Chefdirigenten Herbert Albert.

Herbert Albert

Dezember 1933

Herbert Albert wird Nachfolger des von den Nationalsozialisten entlassenen jüdischen GMD’s Ernst Mehlich.

Das Orchester im Benazétsaal unter Leitung von Herbert Albert

1932

Max-Reger-Fest. Einer der Solisten ist Rudolf Serkin.

Festkonzert zum 60-jährigen (auf 1872 bezogenen) Bestehen des Orchesters; der Klangkörper gehört zu den angesehensten in Deutschland, den Mitgliedern wird der Titel „Kammermusiker“ verliehen.

Wagners „Parsifal“ wird aufgeführt.

1931

Fest der Internationalen Bruckner-Gesellschaft. Die 3. und 4. Sinfonie des Meisters werden aufgeführt.

1930

GMD Mehlich gastiert in den USA. Edwin Fischer, Carl Friedberg, Carl Schuricht und Fritz Busch sind Dirigenten des Orchesters.

Orchesterfoto mit Hund. Links neben dem Hund und Kapellmeister Assmus ist Alfons Stennebrüggen, der Konzertmeister des Orchesters.

1929

Die Fortsetzung des Festivals wird nach einem handfesten Skandal (Aufführung von Hindemiths „Lehrstück“ in der Stadthalle Baden-Badens) aufgegeben.

1927 – 1929

Ein Festival der Neuen Musik in Baden-Baden von 1927 – 1929

Paul Hindemith, Heinrich Burkard (Donaueschinger Musikdirektor in Fürstlich-Fürstenbergischen Diensten) und Joseph Haas (Leiter der Kirchenmusikabteilung an der Bayerische Akademie der Tonkunst, München) waren die treibenden Kräfte hinter diesem Festival, das unter den saturierten Gästen Baden-Badens für einige Aufregung sorgte. Das Festival war aus Donaueschingen nach Baden-Baden gekommen und man präsentierte konsequent die modernsten Tendenzen der Musik. Mechanische Musik, Filmmusik, Kurz- und Kammeropern. Bert Brecht, Kurt Weill und Lotte Lenya hoben im ersten Jahr das Songspiel „Mahagonny“ aus der Taufe. Darius Milhaud und Ernst Toch stellten Kurzopern vor und Hanns Eisler Filmmusik. Außerdem dabei waren Béla Bartók und Otto Klemperer.

Lotte Lenya erzählt über die Uraufführung des Songspiels:

Auf dem Kammermusik-Festival in Baden-Baden 1927 gab es vor und nach unserem kleinen „Mahagonny“ Aufführungen der strengsten Formen moderner, meist atonaler Kammermusik. Das blasierte internationale Publikum starrte aber verwirrt auf die Bühne, als die Bühnenarbeiter dort einen Boxring aufzubauen begannen. Der Tumult begann, als wir den letzten Song sangen und mit Plakaten winkten. Das gesamte Publikum stand, man applaudierte, brach in Buh-Rufe aus und pfiff.

Brecht hatte uns vorsorglich Pfeifen mitgegeben, kleine Trillerpfeifen, und so standen wir auf der Bühne und pfiffen trotzig zurück. Später ging ich dann in die Halle jenes eleganten Hotels, das der größte Teil des Publikums nach der Vorstellung aufgesucht hatte, um etwas zu trinken, und stellte fest, daß hier eine erhitzte Diskussion im Gange war. Plötzlich erhielt ich einen Klaps auf den Rücken, der von einem dröhnenden Gelächter begleitet war: „Is here no telephone?“ Es war Otto Klemperer. Darauf sang der ganze Saal den „Benares-Song“, und ich wußte, daß der Kampf gewonnen war. …“

Kammermusiktage 1927 mit Bert Brecht, Lotte Lenya und Kurt Weill.

1927

Darius Milhauds Minutenoper „Die Entführung der Europa“ – auch für Baden-Baden geschrieben – wird uraufgeführt.

„Hin und Zurück“, ein Sketch mit Musik von Paul Hindemith, wird zum ersten Mal auf die Bühne gebracht.

Ernst Tochs Einakter „Die Prinzessin auf der Erbse“ wird aufgeführt.

Béla Bartók gastiert erneut.

1927

Der Cellist Gregor Piatigorsky ist Solist des Orchesters. Im gleichen Konzert erklingen „Die Planeten“ von Gustav Holst.

Das Festival „Deutsche Kammermusik“ – aus Donaueschingen kommend – erlebt seine Premiere in Baden-Baden.

Das Songspiel „Mahagonny“ (Die erste Kurzfassung, für Baden-Baden komponiert) von Bert Brecht und Kurt Weill wird am 17. Juli uraufgeführt.

Das Orchester mit GMD Ernst Mehlich in den Räumen der Baden-Badener Spielbank. Links neben Mehlich die Konzertmeister Stennebrüggen und Assmus.

1927

Der langjährige Orchesterchef Paul Hein geht in den Ruhestand. Am 8. Januar gibt es ein großes Abschiedskonzert mit der 2. Sinfonie von Gustav Mahler.

Operndirektor Ernst Mehlich tritt mit einer Bruckner-Sinfonie sein Amt zunächst als „Leiter des Städtischen Musikwesens in Baden-Baden“ an. Im Dezember wird er anlässlich des „Beethoven-Festes“ zum Generalmusikdirektor ernannt.

Ernst Mehlich

1926

Der Geiger Carl Flesch beginnt mit seinen Meisterkursen in der Kurstadt.

Carl Flesch

1926

Das Ensemble der Metropolitan Opera New York gastiert mit Rossinis „Barbier von Sevilla“ und Mozarts „Cosi fan tutte“. Met-Chefdirigent Arthur Bodanzky leitet das Städtische Orchester außerdem konzertant in Brahms 1. Sinfonie.

Josef Krips dirigiert Verdis „Maskenball“.

1925

Béla Bartók und Cavalleria Rusticana

Sonderkonzert mit Béla Bartók als Solist seiner „Rhapsodie für Klavier und Orchester“ und der „Tanzsuite“.

Pietro Mascagni dirigiert seine „Cavalleria Rusticana”.

1924

Zur Feier des 60. Geburtstages von Richard Strauss erklingen seine „Burleske“, „Also sprach Zarathustra“, „Till Eulenspiegel“ und Fragmente aus „Salome“. Festkonzert unter der Leitung von Hermann Scherchen, Solist u.a. Béla Bartók.

Rito Selvaggi von der Mailänder Scala dirigiert Verdis Oper „Il Trovatore” und Puccinis „Tosca”.

1924

Baden-Baden 1924

Das Sommerprogramm dieses Jahres zeigt eindrucksvoll die Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit des damaligen Klangkörpers. Allein die Dichte an Einstudierungen und Aufführungen teilweise schwierigster Werke in dieser Periode würde jedes heutige Orchester ebenfalls an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit führen. Hier einige Details:

Bereits beim 1. Baden-Badener Musik-Fest“ 1906 begrüßte Baden-Baden den Komponisten und Orchesterleiter Richard Strauss als Dirigent der Philharmonie – damals gemeinsam mit dem Pianisten Feruccio Busoni und dem Geiger Fritz Kreisler.

Fast zwei Jahrzehnte später feierte man den 60. Geburtstag des großen Dirigenten 1924 in Baden-Baden mit einer Serie von Aufführungen. Herrmann Scherchen leitete das Festkonzert, in dem es sich Richard Strauss nicht nehmen ließ, seine sinfonische Dichtung „Till Eulenspiegel“ höchstpersönlich zu dirigieren.

Richard Strauss

1923

Erich Kleiber dirigiert Webers Oper „Der Freischütz“.

Rudolf Krasselt vom Deutschen Opernhaus, Berlin Charlottenburg, Sohn des ehemaligen Konzertmeisters des Orchesters Gustav Krasselt, dirigiert Wagners „Der Ring des Nibelungen“.

1922

Max von Schillings dirigiert seine Oper „Mona Lisa“.

Eugen d’Albert dirigiert seine Oper „Die toten Augen“ am 6. September.

1921

Glanzvolle Konzerte

Glanzvolle Konzerte und aufwändige Opern mit den großen Dirigenten der Zeit (Bruno Walter, George Szell, Hans Knappertsbusch, Erich Kleiber u.v.a.) und berühmten Solisten.

Bruno Walter dirigiert Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“.

Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ für Streicher und „Finale 1921“ von Paul Hindemith werden aufgeführt.

Siegfried Wagner dirigiert ein Konzert.

Generalmusikdirektor Leo Blech von der Berliner Hofoper dirigiert Wagners Oper „Die Meistersinger“.

Wilhelm Furtwängler dirigiert Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ am 5. September.

Fritz Busch dirigiert „Figaros Hochzeit“ (Mozart) und „Tristan und Isolde“ (Wagner).

1920

Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“ mit dem Dirigenten Prof. Otto Lohse wird aufgeführt.

1919

Das erste Goldene Buch des Orchesters beginnt.

Zum Gedenken der Toten des Ersten Weltkriegs findet eine Aufführung von Johannes Brahms Requiem mit dem „Städtischen gemischten Chor“ statt.

1919

Das ständige Orchester besteht aus 53 beamteten Musikern.

Wagners Opern „Siegfried“, „Tristan und Isolde“, „Der fliegende Holländer“ und Humperdincks „Hänsel und Gretel“ werden aufgeführt.

Wilhelm Furtwängler und Leo Blech dirigieren.

1918

„Operetten Festspiele“ finden statt. Hans Pfitzner dirigiert das Orchester. Die 1. Sinfonie von Johannes Brahms erklingt unter Arthur Nikisch.

1917

Aufführung von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ unter dem jungen Wilhelm Furtwängler.

Furtwängler dirigiert in Baden-Baden.

1916

Einweihung des „Großen Bühnensaals“ (heute Bénazet-Saal) mit Adolf Busch als Solist in Beethovens Violinkonzert. Die neue Konzertorgel des Saales erlebt ihre Premiere.

1912

Der Konzertpavillon von Séchan wird abgerissen und durch die heutige Konzertmuschel ersetzt.

„Mozart-Schubert-Fest“ mit dem Dirigenten Ernst von Schuch. Nach dem Ausbruch des 1. Weltkriegs bleibt in Baden-Baden ein eingeschränkter Kurbetrieb erhalten; das Orchester wird für kurze Zeit auf 19 Musiker reduziert.

Orchesterausflug

1911

Beethoven-Fest (Dirigent u.a. Felix Weingartner, Solist u.a. Ferruccio Busoni).

1910

1. Brahms-Fest (Solisten: Elly Ney und Pablo Casals) und Galakonzert am 4. September mit Enrico Caruso.

1909

Arthur Nikisch, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, dirigiert im Herbst im Rahmen eines -„Meisterdirigenten-Zyklus“ die Baden-Badener Musiker.

Fragmente des noch nicht freigegebenen „Parsifal“ werden mit Sängern der Bayreuther Festspiele aufgeführt. Die Leitung der Aufführung hat Paul Hein.

Orchesterausflug

29. November 1908

Proms in Baden-Baden

„Erstes Volks-Symphoniekonzert in der Stadthalle an der Leopoldstraße; für zehn Pfennig Eintritt lauscht die Baden-Badener Arbeiterschaft am freien Sonntagnachmittag der Musik von Beethoven. In der Wintersaison gibt es zehn Abonnementskonzerte. Gemäß Pariser Tradition hat jedes Konzert nur einen Solisten.

Max Reger dirigiert seine „Hiller-Variationen“.

17. Mai 1907

 

Paul Hein dirigiert Gustav Mahlers 3. Sinfonie.

1906

 

„1. Baden-Badener Musik-Fest“ mit Richard Strauss als Dirigent und Ferruccio Busoni sowie Fritz Kreisler als Solisten.

21. Dezember 1904

 

 

Umbenennung des Klangkörpers in „Städtisches Orchester Baden-Baden“.

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