Carl Flesch Akademie 2026

Samstag, 4. Juli 2026 – Sonntag, 12. Juli 2026

Die Carl Flesch Akademie Baden-Baden verbindet hochkarätige Meisterkurse für alle Streichinstrumente mit der Möglichkeit, gemeinsam mit der Philharmonie Baden-Baden öffentlich in einem Konzert aufzutreten. Eingeladen sind junge Talente zwischen 15 und 28 Jahren. Die Carl Flesch Akademie 2026 findet von Samstag, 4. Juli 2026, bis Sonntag, 12. Juli 2026, stattDie Akademie bietet sechs Klassen (2 x Violine, 1 x Viola, 2 x Violoncello, 1 x Kontrabass) für jeweils sechs Teilnehmer.

Neben dem Einzelunterricht bei renommierten Professoren und Dozenten bietet die Carl Flesch Akademie gemeinsame Proben und Auftritte im Bereich der Kammermusik. Zum Abschluss der Carl Flesch Akademie stehen drei Meisterkonzerte auf dem Programm, davon zwei sinfonische Programme mit der Philharmonie Baden-Baden und ein Abend mit Kammermusik.

Für Meisterkurse, Einzelunterricht, Kammermusik und Übungsmöglichkeiten bietet das Gästehaus im Kloster Lichtenthal (Baden-Baden) optimale Räumlichkeiten. Unterbringung und Verpflegung (drei Mahlzeiten pro Tag) sind in der Teilnahmegebühr enthalten. Die gemeinsame Probenarbeit mit der Philharmonie Baden-Baden findet von Montag bis Samstag, 6. Juli bis 11. Juli 2026, im Kurhaus Baden-Baden statt.

Anmeldung zur Carl Flesch Akademie 2026

Bewerbungsverfahren

Bewerbungsphase

Montag, 2. März 2026 – Montag, 18. Mai 2026

Die Ausschreibung für die Carl Flesch Akademie erfolgt digital über die Plattform MUVAC

Zur Bewerbung reichen alle Bewerberinnen und Bewerber ihren künstlerischen Lebenslauf und zwei aussagekräftige Videos, darunter einen Satz aus einem klassischen bzw. einem romantischen Solokonzert ein. Altersgruppe: 15 bis 28 Jahre.

Bewertung

Montag, 18. Mai 2026 – Sonntag, 24. Mai 2026

Bewertung und Auswahl durch die Jury der Carl Flesch Akademie 2026

Die Jury der Carl Flesch Akademie 2026 sichtet alle Bewerbungen. Pro Klasse werden sechs Teilnehmer zur Carl Flesch Akademie 2026 eingeladen.

Einladung

ab Mittwoch, 20. Mai 2026 – Mittwoch, 17. Juni 2026

Teilnahmegebühr: 1.499,- Euro / 1.599,- Euro (entspr. Zimmerkategorie)

Die Teilnahmegebühr enthält die Teilnahme am Einzelunterricht im Rahmen der Meisterkurse, die Korrepetition durch die Pianistinnen und Pianisten der Carl Flesch Akademie 2026, die Teilnahme an der Kammermusik der Carl Flesch Akademie 2026, die gemeinsame Probenarbeit mit der Philharmonie Baden-Baden sowie Unterkunft und Verpflegung im Kloster Lichtenthal (neun Übernachtungen).

Dozenten und Akademieleitung

Mikhail Ovrutsky

Mikhail Ovrutsky

Meisterkurs Violine

Josef Špaček

Josef Špaček

Meisterkurs Violine

Máté Szücs

Máté Szücs

Meisterkurs Viola

Thomas Carroll

Thomas Carroll

Meisterkurs Violoncello

Grigory Alumyan

Grigory Alumyan

Meisterkurs Violoncello

Dominik Wagner

Dominik Wagner

Meisterkurs Kontrabass

Saule Tatubaeva

Saule Tatubaeva

Kammermusik der Carl Flesch Akademie

Heiko Mathias Förster

Heiko Mathias Förster

Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden

Frank Hallmann

Frank Hallmann

Orchestergeschäftsführer der Philharmonie Baden-Baden

Mikhail Ovrutsky | Meisterkurs Violine

Max Bruch (1838–1920): Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26
Korrepetition: Kira Ratner

1980 als Sohn einer Musikerfamilie in Moskau geboren, erhielt Mikhail Ovrutsky im Alter von fünf Jahren Geigenunterricht an einer Spezialschule für musikalisch hochbegabte Kinder. Mit elf Jahren zog er mit seiner Familie in die USA, wo er zunächst an der Manhattan School of Music und dann bei Dorothy DeLay an der New Yorker Juilliard School unterrichtet wurde. Wegweisend war Mikhail Ovrutskys Begegnung mit Zakhar Bron, der ihn mit 17 Jahren in seine Klasse aufnahm. An der Musikhochschule Köln schließlich absolvierte er Diplomprüfung und Konzertexamen jeweils „Mit Auszeichnung” und wurde anschließend von Professor Bron zu dessen Assistenten ernannt.

Mikhail Ovrutsky hat außergewöhnlich viele Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen, darunter auch der Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb. Ein einschneidendes Ereignis war 2005 sein Erfolg beim berühmten Reine Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel, dem zahlreiche Engagements mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten folgten. Mittlerweile arbeitete er als Solist mit dem Philadelphia Orchestra, dem London Symphony Orchestra, der Filarmonica della Scala, dem BBC Philharmonic, dem WDR-Sinfonieorchester, Helsinki Philharmonic, dem Russian Symphony Orchestra, den Wiener Symphonikern, dem Orchester des Mariinsky Theaters St. Petersburg, dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Moskauer Kammerorchester, Orquesta Sinfónica de Barcelona, Beethoven Orchester Bonn, dem Royal Flemish Philharmonic und vielen mehr.

Künstlerisch wie persönlich bedeutsam waren für Mikhail Ovrutsky zahlreiche Begegnungen mit Anne-Sophie Mutter, die ihn 2004 in ihre Stiftung für junge, hochbegabte Solisten aufnahm. Außerdem schlug Anne Sophie Mutter ihn im Jahr 2006 „aufgrund seines großen künstlerischen Talents und seiner herausragenden Leistung” für den Europäischen Förderpreis der Stiftung „Pro Europa” vor.

Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Mikhail Ovrutsky regelmäßig als Kammermusiker bei bedeutenden Festivals und in wichtigen Konzertsälen zu hören, so in Lockenhaus, beim Lucerne Festival oder Beethovenfest Bonn, im Wiener Konzerthaus oder im Mozarteum in Salzburg. 2005 gründete er das Beethoven Trio Bonn.

Josef Špaček | Meisterkurs Violine

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Violinkonzert e-Moll op. 64
Korrepetition: Xiayi Jiang

Josef Špaček studierte bei Itzhak Perlman an der Juilliard School in New York, bei Ida Kavafian und Jaime Laredo am Curtis Institute of Music in Philadelphia sowie bei Jaroslav Foltýn am Prager Konservatorium. Er war Preisträger des Internationalen Königin-Elisabeth-Wettbewerbs in Brüssel und errang Spitzenpreise beim Michael Hill International Violin Competition in Neuseeland, beim Carl Nielsen International Violin Competition in Dänemark sowie bei den Young Concert Artists International Auditions in New York. Für seine außergewöhnliche Klangfarbenpalette, seine souveräne und konzentrierte Bühnenpräsenz, seine Virtuosität und technische Souveränität ebenso wie für die Schönheit seines Tons gerühmt, hat sich Josef Špaček in den vergangenen Jahren als einer der führenden Geiger seiner Generation etabliert.

Bis zum Ende der Saison 2019/20 war Josef Špaček Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie – als jüngster in der Geschichte des Orchesters – und widmet sich seither ausschließlich seiner Solokarriere. Im September 2023 veröffentlichte Supraphon Josef Špačeks Einspielung von Martinůs Konzert für Violine, Klavier und Orchester, der dritten Violinsonate sowie der Fünf kurzen Stücke gemeinsam mit dem Pianisten Miroslav Sekera und dem Prager Rundfunk-Sinfonieorchester unter der Leitung von Petr Popelka.

Neben seiner Tätigkeit als Solist widmet sich Josef Špaček mit gleicher Leidenschaft dem Rezital- und Kammermusikrepertoire und ist regelmäßiger Gast bei Festivals und in Konzertsälen in ganz Europa. Im Juni 2024 fand in Prag die erste Ausgabe seines eigenen Kammermusikfestivals, des Troja Festivals, statt. Gemeinsam mit dem Cellisten Timotheos Gavriilidis-Petrin und dem Pianisten George Xiaoyuan Fu bildet Josef Špaček das Trio Zimbalist, das regelmäßig in den USA und Europa auf Tournee geht.

Er spielt eine Violine von Guarneri del Gesù aus dem Jahr um 1732 („LeBrun; Bouthillard“), die ihm großzügigerweise von Ingles & Hayday zur Verfügung gestellt wird. Josef Špaček lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen drei Kindern in Prag. In seiner freien Zeit fährt er gerne Fahrrad.

Máté Szücs | Meisterkurs Viola

William Walton (1902–1983): Konzert für Viola und Orchester
Franz Anton Hoffmeister (1754–1812): Konzert für Viola und Orchester D-Dur
Korrepetition: Clara Cellich

Der in Ungarn geborene Bratschist Máté Szücs hat eine Karriere als preisgekrönter Solist, Kammermusiker und Orchesterspieler hinter sich. Von 2011 bis 2018 war er Erster Solobratscher der Berliner Philharmoniker, wo er im September 2017 als Solist mit dem Bratschenkonzert von Bartók auftrat.

Wie viele Bratschisten erlernte Máté Szűcs zunächst das Geigenspiel. Er absolvierte ein Violinstudium bei Ferenc Szecsödi am Konservatorium in Szeged, wechselte 1996 zur Bratsche und wurde Schüler von Ervin Schiffer, der ihm am Königlichen Konservatorium in Brüssel und an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Waterloo unterrichtete. Es folgte von 2000 bis 2005 ein Studium bei Leo de Neve am Königlichen Konservatorium von Antwerpen, das Máté Szűcs mit Auszeichnung abschloss.

Als Bratschist hat Máté Szücs mit prominenten Musikern wie Janine Jansen, Frank-Peter Zimmermann, Christian Tetzlaff, Vadim Repin, Ilja Gringolts, Gabor Takacs-Nagy, László Fenyő, Kristof Baráti, István Várdai, Camille Thomas und Julien Quentin zusammengearbeitet. Neben Soloauftritten mit den Berliner Philharmonikern trat er als Solist mit Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra of Flanders, den Bamberger Symphonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Frankfurter Rundfunkorchester und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen auf, wo er auch Solobratscher war.

Máté Szücs ist ein gefragter Pädagoge. Seit Sommer 2006 ist er regelmäßiger Professor beim Kammermusik-Sommerfestival „Thy Masterclass“ in Dänemark. Von 2012 bis 2014 unterrichtete er beim Britten-Pears Festival in Aldeburgh, England. Zudem lehrte er zwei Jahre an der Hochschule für Musik in Saarbrücken, zwischen 2014 und 2018 an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, zwischen 2015 und 2018 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und zwischen 2015 und 2016 an der Musikhochschule von Budapest. Meisterkurse gibt er bei renommierten Akademien in mehreren Kontinenten, darunter in New York, Los Angeles, Michigan, London, Berlin, Brüssel, Shanghai, Taipeh, Seoul und Tokio. Seit 2018 ist Máté Szücs Professor für Bratsche an der Genfer Musikhochschule in der Schweiz. Seit 2020 ist er Doctor of Arts.

Thomas Carroll | Meisterkurs Violoncello

Edward Elgar (1857–1934): Violoncellokonzert e-Moll op. 85
Korrepetition: Jan Daniels

Der in Wales geborene Cellist Thomas Carroll wurde von The Strad als Musiker von Autorität und Leidenschaft beschrieben mit unfehlbarem Sinn für Richtung, Klangfarbe und klarer musikalischer Intelligenz. Seine Karriere begann, als er den Young Concert Artist Trust in London und Young Concert Artists in New York gewann. Seitdem gab er in der Wigmore Hall London, in der Alice Tully Hall in New York und in Boston, Kalifornien, Florida und Washington DC von der Presse hochgelobte Debütkonzerte.

Als Solist spielte Carroll mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Vienna Chamber Orchestra unter Leitung von Heinrich Schiff, dem English Chamber Orchestra sowie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als gefragter Kammermusiker hat Carroll unter anderem mit dem Belcea-Quartett sowie mit Yeduhi Menuhin, Ivry Gitlis, Gidon Kremer, Julian Rachlin, Christian Tetzlaff, Steven Isserlis, Mischa Maisky, YoYo Ma, Boris Pergamenschikow, Ton Koopman, Emmanuel Pahud sowie Dame Felicity Lott zusammengearbeitet. Er ist außerdem Mitglied des Trio Apaches, Dimension, des Salieca Trio und des London Conchord Ensembles.

Carroll hat über 30 CDs für Labels wie Champs Hill Records, Orchid Classics, Decca, Naxos und Signum Classics aufgenommen. Neben seiner Karriere als Cellist ist Carroll auch als Dirigent aktiv. Seit seinem Debüt in der Berliner Philharmonie im Jahre 2006 arbeitet er mit Orchestern im In- und Ausland. Seit April 2012 ist Carroll künstlerischer Leiter der Orpheus Sinfonia. Von 2004 bis 2021 war er Professor für Violoncello am Royal College of Music in London sowie als Solocello-Lehrer an der Yeduhi Menuhin School tätig. Seit 2018 hat er eine Professur an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln inne. Thomas war Schüler von Heinrich Schiff und Clemens Hagen und arbeitete regelmäßig mit Steven Isserlis.

Grigory Alumyan | Meisterkurs Violoncello

Joseph Haydn (1732–1809): Violoncellokonzert Nr. 2 D-Dur Hob. VIIb:2
Korrepetition: Rinko Hama

Grigory Alumyan zählt zu den vielseitigsten Cellisten seiner Generation. Als Solist, Kammermusiker und Pädagoge bereichert er das Musikleben mit technischer Brillanz, musikalischer Tiefe und beeindruckender Bühnenpräsenz.

Bereits seit seinem Studium bei Professor Martin Ostertag an der Musikhochschule Karlsruhe ist Grigory Alumyan bei Konzerten und Festivals in vielen europäischen Ländern und in Übersee zu erleben. So nahm er unter anderem teil an den Festivals „Moskauer Herbst“, „Wörthersee Classics“, „Beethovenfest Bonn“, Radebergkonzerte Köln und „Martha Argerich and Friends“ (Buenos Aires), sowie an den „Schwetzinger Festspielen“ und am „Flanders Festival“. Darüber hinaus führte ihn seine solistische und kammermusikalische Tätigkeit in das Konzerthaus Wien, an das Conservatoire National de Région de Rouen, in die Oji Hall Tokio, nach Rio de Janeiro, in das Teatro Colon Buenos Aires, sowie in die City Hall Kapstadt und das Linder Auditorium Johannesburg.

Seine außergewöhnliche musikalische Ausdruckskraft wurde durch zahlreiche Wettbewerbserfolge gewürdigt: den 1. Preis bei der UNISA International Music Competition und der Swedish International Duo Competition (beide 2002), den 3. Preis beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen (2001) sowie den 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb des Kulturfonds Baden e.V. (2003). Wo immer Grigory Alumyan musikalisch in Erscheinung tritt, erntet er den begeisterten Beifall der Kritiker. So bescheinigt ihm etwa die „Rheinpfalz“ ein „überragendes Niveau“ und lobt sein „leichtfüßiges, graziöses Spiel“. Und auch die „Badischen Neuesten Nachrichten“ rühmen seine technische Präzision, seine „betörende Tongebung“ und die „verinnerlichte Gestaltung“ der von ihm vorgetragenen Werke.

Seit 2005 ist er Solo-Cellist des Beethoven-Orchesters Bonn. Als Gründungsmitglied des Beethoven Trio Bonn engagiert er sich intensiv in der Kammermusik und wurde für den Opus Klassik nominiert. Neben seinen Konzerttätigkeiten leitet er die Musikreihe Beethoven Trio im Leoninum, ist offizieller Kammermusikpartner der International Telekom Beethoven Competition Bonn und unterrichtet an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Dominik Wagner | Meisterkurs Kontrabass

Serge Koussevitzky (1874–1951): Kontrabasskonzert fis-Moll op. 3
Giovanni Bottessini (1821–1889): Kontrabasskonzert Nr. 2 h-Moll
Korrepetition: Zsuzsa Balint

„Der 1997 in Wien geborene Dominik Wagner nimmt Bottesinis Klangschönheit, Gesanglichkeit und melodische Attraktivität so leidenschaftlich ernst und meistert die geforderte Artistik so atemverschlagend leichtfüßig, dass man den Kontrabass für das sanftest klingende und virtuoseste Streichinstrument halten möchte“ (Süddeutsche Zeitung, Dezember 2021). Dominik Wagner möchte sein Instrument aus dem Schattendasein befreien und neue Facetten des Kontrabasses präsentieren. Dies gelingt ihm nicht nur mit einnehmender Bühnenpräsenz, beeindruckender Virtuosität und gesanglicher Melodieführung. Auch durch seinen unermüdlichen Einsatz für die Erweiterung des Repertoires, ob durch Kompositionsaufträge oder die Suche nach Raritäten und das Erstellen von neuen Arrangements, lässt er den Kontrabass in einer neuen Vielfalt erklingen.

Dominik Wagner ist Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung, sowie Gewinner des ECHO Klassik und des Opus-Klassik. Zudem ist er Preisträger bei der Bradetich Foundation International Double Bass Solo Competition, dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD, dem Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen, dem J.M. Sperger Wettbewerb, dem Internationalen Osaka Wettbewerb sowie dem Eurovision Young Musicians Wettbewerb. Dominik Wagner tritt mit renommierten Orchestern wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem WDR-Sinfonieorchester, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Zürcher Kammerorchester und der Camerata Salzburg auf.

Dominik Wagner ist ein gefragter Pädagoge. Seit 2023 ist er Professor an der Hochschule für Musik Würzburg, seit 2024 Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Regelmäßig gibt er Meisterkurse in Europa und den USA, an Institutionen wie dem Peabody Institute der Johns Hopkins University, der Julliard School New York oder der UNT Texas.

Einen prägenden musikalischen Einfluss hinterließen seine vier Jahre im Konzertchor der Wiener Sängerknaben. Von 2009 bis 2015 hatte er Unterricht an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, von 2015 bis 2022 bei Prof. Dorin Marc an der Hochschule für Musik Nürnberg. Seit 2023 ist er Teil des Professional Studies Programmes der Kronberg Academy.

 

 

Saule Tatubaeva | Kammermusik

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Oktett Es-Dur op. 20
Antonín Dvořák (1841–1904): Quintett A-Dur op. 81
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 49
Pablo de Sarasate (1844–1908): Navarra für zwei Violinen und Klavier op. 33
Joseph Haydn (1732–1809): Klaviertrio Nr. 39 G-Dur, Hob. XV:25 „Ungarisches Trio“
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975): Fünf Stücke für zwei Violinen und Klavier op. 97

Aus den Werken wird im Rahmen der Carl Flesch Akademie 2026 eine Auswahl getroffen, die in der Probenphase erarbeitet, in mehreren Kammermusikkonzerten in der Akademiewoche und im Meisterkonzert 1.0 aufgeführt wird.

Saule Tatubaeva, geboren in Almaty (Kasachstan), ist eine international renommierte Pianistin, Kammermusikerin, Pädagogin und Organisatorin von Crossover-Projekten. Als Absolventin des berühmten Tschaikowsky-Konservatoriums vermittelt sie die Tradition des russischen Pianismus weiter.

1992 promovierte sie mit einer Dissertation über die Interpretation von Klavierwerken kasachischer und kirgisischer Komponisten. Ihre Konzerttätigkeit führte sie in zahlreiche Länder Europas, Nord- und Südamerikas, Asiens und des Nahen Ostens. Zudem gab sie Meisterkurse in Brasilien, den USA, Kanada, Indien, Russland, Jemen, Norwegen, Frankreich, Japan, Polen, Portugal, Spanien, den Niederlanden und China.

Seit 2003 ist Tatubaeva Professorin an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Viele ihrer ehemaligen Studierenden bekleiden inzwischen Professuren an Hochschulen weltweit. Darüber hinaus leitet sie seit 2002 die Konzertreihe „Junge Talente stellen sich vor“ am KIT Karlsruhe und engagiert sich als Vorsitzende des Fördervereins für Kunst, Medien und Wissenschaft e.V. für die Unterstützung junger Künstler und Wissenschaftler.

Tatubaeva setzt sich intensiv für die Förderung junger musikalischer Talente ein. Durch ihre Kooperation mit der Philharmonie Baden-Baden entstanden bislang fast einhundert erfolgreiche Konzertprojekte. Als aktives Mitglied von Live Music Now (Yehudi Menuhin) organisiert sie zudem Konzerte in Altersheimen, Brennpunktschulen und Kindergärten.

Seit 2023 ist sie Künstlerische Leiterin der Kammermusik der Carl Flesch Akademie. Als Künstlerische Leiterin und Juryvorsitzende des Europäischen Kammermusikwettbewerbs Karlsruhe hat sie dessen internationale Bedeutung maßgeblich geprägt. Zudem initiierte sie einen Wettbewerb für Schulmusiker, der bereits knapp zwanzig Mal stattfand und Vorbild für viele weitere Musikhochschulen wurde.

Ablauf der Carl Flesch Akademie 2026

Meisterkurse

Meisterkurs

Sonntag, 5. Juli 2026 – Mittwoch, 8. Juli 2026

Die Meisterkurse finden in den Fächern Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass statt. Im Rahmen der Akademiewoche finden außerdem intensive Kammermusikproben unter der Leitung von Prof. Saule Tatubaeva statt.

Orchesterakademie

Orchesterakademie

Montag, 6. Juli 2026 – Freitag, 10. Juli 2026

Die Teilnehmenden der Carl Flesch Akademie 2026 erhalten die Möglichkeit, die im Meisterkurs erarbeiteten Werke gemeinsam mit der Philharmonie Baden-Baden unter Chefdirigent Heiko Mathias Förster im Weinbrennersaal des Kurhaus Baden-Baden zu proben.

Wettbewerb

Wettbewerb

Montag, 6. Juli 2026 – Sonntag, 12. Juli 2026

Die Jury der Carl Flesch Akademie bewertet die Leistungen der Teilnehmenden im Rahmen der Meisterkurse, der Kammermusik und der gemeinsamen Probenarbeit mit der Philharmonie Baden-Baden. Den Preisträgerinnen und Preisträgen kommen Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von insgesamt über 15.000,- Euro zu. In den beiden öffentlichen Meisterkonzerten 2.0 und 3.0 der Carl Flesch Akademie treten pro Klasse jeweils zwei Studierende gemeinsam mit der Philharmonie Baden-Baden auf. Zwei Preisträger werden zu späteren Solokonzerten mit der Philharmonie Baden-Baden eingeladen.

Meisterkonzerte

Meisterkonzerte

Freitag, 10. Juli 2026 – Sonntag, 12. Juli 2026

Freitag, 10. Juli 2026: Meisterkonzert 1.0
Im ersten öffentlichen Meisterkonzert musizieren Ensembles der Carl Flesch Akademie 2026 in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen. Das Konzert findet im historischen Ambiente des Malersaals im Maison Messmer Baden-Baden statt.

Samstag, 11. Juli 2026: Meisterkonzert 2.0
Sonntag, 12. Juli 2026: Meisterkonzert 3.0
In zwei öffentlichen Meisterkonzerten spielen ausgewählte Talente der Carl Flesch Akademie 2026 gemeinsam mit der Philharmonie Baden-Baden unter Chefdirigent Heiko Mathias Förster im Weinbrennersaal des Kurhauses Baden-Baden.
Im Anschluss an das Meisterkonzert 3.0 findet die offizielle Preisverleihung der Carl Flesch Akademie 2026 statt.

Carl Flesch Akademie 2025

Chefdirigent Heiko Mathias Förster (links) und Ralf Eisler, Vorsitzender des Fördervereins der Carl Flesch Akademie gratulierten dem diesjährigen Carl Flesch Preisträger Artem Rychagov zu seinen ausgezeichneten Leistungen.

Preisträger der Carl Flesch Akademie 2025

 

Carl Flesch Preis 2025

Artem Rychagov · Violine

Der Preis, dotiert mit 5.000,- Euro, ist verbunden mit einem Engagement bei der Philharmonie Baden-Baden im Lions-Preisträgerkonzert, gemeinschaftlich gestiftet von fünf Lions Clubs rund um Baden-Baden, verliehen vom Förderverein der Carl Flesch Akademie.

Werner Stiefel Preis 2025

Danylo Semenyuk · Violoncello

Der Preis, dotiert mit 3.500,- Euro, ist wird gestiftet von der Patronatsgesellschaft für Theater und Philharmonie Baden-Baden. Er ist verbunden mit einem Engagement bei der Philharmonie Baden-Baden im Rahmen der Saisoneröffnung der Patronatsgesellschaft für Theater und Philharmonie Baden-Baden.

Arndt Joosten Preis 2025

Marin Fukuoka · Violine

Marie-Aude Mellies · Violine

Sae Ito · Viola

Fabian Johannes Strnad · Violoncello

Junzhe Jia · Kontrabass

Der Preis ist dotiert mit 2.500,- Euro und wird gestiftet vom Förderverein für Kunst, Medien und Wissenschaft e.V. Der Förderverein ermöglicht darüber hinaus weitere Konzerte mit den Preisträgerinnen und Preisträgern der Carl Flesch Akademie und der Philharmonie Baden-Baden. der Preis trägt den Namen des langjährigen Managers der Carl Flesch Akademie und der Philharmonie Baden-Baden, Arndt Joosten (+ 2024).

Stennebrüggen-Preis 2025

Si heon Ryu · Kontrabass

Der Preis ist mit 1.000,- Euro dotiert und verbunden mit einem Engagement in einem Konzert der Philharmonie Baden-Baden, gestiftet von der Friederike-Kroes-Stiftung. Der Preis trägt den Namen der Familie Stennebrüggen, deren Mitglieder als Orchestermusiker und Solisten der Philharmonie Baden-Baden seit 1860 zur Seite standen. Der Preis wird von den Mitgliedern der Philharmonie Baden-Baden verliehen.

Preis der Brahmsgesellschaft 2025

Sakura Nakagawa · Violine

Dieser Preis, dotiert mit 1.000,- Euro, wird gestiftet von der Brahmsgesellschaft Baden-Baden. Er wird vergeben für die herausragende Interpretation eines Solowerkes.

Ruth Flesch Preis 2025

Yarden Cavenor · Violoncello

Dieser Preis, dotiert mit 750,- Euro, wird als Nachwuchspreis an eine junge Teilnehmerin oder einen jungen Teilnehmer verliehen. Der Preis wird gestiftet von der Familie Flesch in Erinnerung an Ruth Flesch, die Ehefrau von Carl Flesch.

Förderpreis des Oberbürgermeisters der Stadt Baden-Baden

Simon Aringer · Kontrabass

Der Förderpreis des Oberbürgermeisters der Stadt Baden-Baden ist dotiert mit 500,- Euro.